Saure Zitrone macht lustig. Oder einen unglaublichen Limoncello.

Ich schwöre es euch, dieser Limoncello ist wunderbar. Ich habe ihn mit Vanille verfeinert. Dadurch entsteht ein Aroma, das ihr nie wieder vergessen wird. Das Rezept habe ich aus dem süßen Kochbuch „Limoncello und Lavendelwasser – Die vergessenen Schätze der italienischen Küche“, das im Knesebeck-Verlag von Tessa Kiros veröffentlicht wurde und ich euch heute auch noch gerne vorstellen möchte. Und ja, er wird wirklich so gelb! Unglaublich!

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(Bildquelle: Knesebeck)

Inhalt:
In diesem Buch findet man alles, das für einen Haushalt wichtig ist. Tipps für das perfekte Falten der Bettwäsche (und es hat überhaupt nichts Besserwisserisches oder Hochnäsiges an sich, nein mit Liebe zum Detail), die „Speisekammer“ gibt wundervolle Vorschläge und Geheimnisse preis (wie zum Beispiel den Limoncello),  aus dem „Backofen“ kommt ein wunderbares Pan di Rosmarino und aus der „Gelateria“ ein Lavendeleis mit Waldbeeren. Und das ist nur ein kleiner Auszug aus dem Buch. Undendlich toll und ich habe ein Rezept gefunden, dass ich schon lange gesucht habe – eine Torta Mimosa – Ach, ich könnte kreischen vor Glück. Wir haben diese nämlich auf unserem Weg in die Toskana in einem netten Lokal in der Region Emilia Romagna entdeckt und Mr. Wonderland wollte, dass ich diese unbedingt mal nachbacke. Also demnächst im Wonderland.

Generell geht es darum, dass Tessa die vielen Geheimnisse und Tipps der italienischen Frauen nicht verkümmern lassen möchte, sondern dass dieses Vermächtnis weitergegeben wird. Sie stützt sich hier vor allem auf ihre Schwiegermutter Wilma, die ihr alles erzählt. So etwas ist echt schön.

Rezepte:
Man findet in diesem Buch viele italienische Rezepte. Und ich würde nicht mal sagen, dass viele Italo-Klassiker dabei sind, sondern authentische Küche aus dem Leben der italienischen Frauen. Was eben auf den Tisch kommt, wenn die Familie zusammen kommt. Vom gefüllten Perlhuhn über ein Risotto mit Garnelen, Lavendel und Zitrone bis hin zur perfekten Thymianmayonnaise für die Kalamari. Alles dabei. Und genug Süßes gibt es natürlich auch. Ich freue mich auf die Crostata di Crema.

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(Bildquelle: Knesebeck)

Layout und Fotografie:
Wenn man dieses Buch aufmacht wird man sofort in die Küche der Nonna gebeamt. Tolle alte Fotos wurden gekonnt mit neuen Fotos vereint. Jedes Foto wurde mit unglaublicher Liebe zum Detail aufbereitet. Fantastisch. Nur die Schrift könnte eine Nuance größer sein.

Aufmachung allgemein:
Die Bilder sprechen Geschichten und lassen den Leser in eine andere Welt versinken. Da ich leider nur eine pdf-Version vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe, kann ich leider nichts über die Papierqualität erzählen. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto.

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POTATO & TRUFFLE PURSES
(Bildquelle: Knesebeck)

Für wen eignet sich das Buch?
Das Buch fühlt sich an als würde man seine Köfferchen backen und zu Nonna nach Italien fahren. Wem dieses Gefühl gefällt, sollte gleich zu mir ins Auto steigen. Wir fahren los!

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ROSE SALT, ROSEMARY & SAGE SALT, VANILLA SALT, SALT & PEPPER SALT
(Bildquelle: Knesebeck)

Und nun verrate ich euch das Limoncello-Rezept.

Limoncello mit Vanille (für ca. 2 Liter)

Zutaten:
8 unbehandelte Zitronen
1 Liter reiner Alkohol (96 – 98 %) -> ich habe hier 80% Ansatzkorn genommen. Der 96% Alkohol ist zB in der Apotheke erhältlich und sehr teuer, wegen der Steuer)
1 kg Zucker
1 Vanilleschote (meine Ergänzung)

Außerdem: 1 Karaffe mit breiten Hals für ca. 3 Liter. Flaschen zum Abfüllen

Die Zitronen gründlich waschen und abbürsten. Die Schale mit dem Kartoffel- oder Gemüseschäler in breiten Streifen dünn abschälen, sodass keine weiße Haut daran haftet. Die Schalen in die Karaffe füllen und mit Alkohol bedecken und zugedeckt 1 Woche durchziehen lassen. Die Karaffe einmal am Tag schütteln.

Den Zucker mit 1 L Wasser in einem Topf füllen und so lange rühren, bis er sich aufgelöst hat. Aufkochen und knapp 10 Minuten köcheln lassen. Den Sirup anschließend vom Herd nehmen. Den Alkohol durch ein Sieb in einem Krug abseihen und langsam in den heißen Sirup gießen. Vorsicht! Es kann spritzen. (Das Mark der Vanilleschote auskratzen und in der Flüssigkeit gut verrühren.) Die Mischung vollständig abkühlen lassen, in die Karaffe zurückgießen und vor dem Genuss 10-15 Tage zugedeckt ruhen lassen. Den Likör anschließend in Flaschen abfüllen und bis zum Verbrauch an einem kühlen Ort aufbewahren.

Und das war’s auch schon. Fertig ist der sonnengelbe Limoncello.

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Auch wenn ich das Buch vom Knesebeck Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe, spiegelt die Rezension meine eigene Meinung wieder.

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So lässt sich auch der Urlaub auf Balkonien zelebrieren und bei dem schönen Herbstwetter noch viel mehr.

Alles Liebe,

eure Nicole

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Die weißen Anhänger sowie der homemade-Stempel sind übrigens von Casa di Falcone. Ein Paradies für jeden, der gerne verpackt.

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